Հայ Մշակույթի Օրեր Շտուտգարտում
„Siehe, ich mache alles neu“
Mit Musik von Komitas und Astor Piazzolla, mit Gedanken über Angst, Vertrauen und Erneuerung und mit den Gemälden André Sevrugians sind am Donnerstagabend die Armenischen Kulturtage Stuttgart 2026 eröffnet worden. Bis 25. Oktober lädt das Festival unter dem Motto „Siehe, ich mache alles neu“ zu Konzerten, Lesungen, Theater und Begegnung ein.
Gastgeberin des Abends war die BW-Bank am Kleinen Schlossplatz, die in diesem Jahr zu den Förderern der Kulturtage gehört und zugleich die Ausstellung „Bilder über Grenzen hinweg“ beherbergt.
Stimmen des Abends
Kristina Bagratuni
Vorsitzende der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V.Kristina Bagratuni begrüßte die Ehrengäste und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Ihre Einladung reichte ausdrücklich über die elf Festivaltage hinaus: Wer die Kulturtage schätze, möge Mitglied im Freundeskreis werden, damit dieses Fest auch in Zukunft stattfinden könne.
„Die Kulturtage schenken uns die Gelegenheit, das Neue kennenzulernen. Nutzen wir sie, damit wir keine Angst voreinander haben, sondern zueinander finden.“
Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan
Gemeindepfarrer und Leiter der KulturtageIn seiner Eröffnungsrede griff er das diesjährige Motto auf, ein Wort aus der Offenbarung des Johannes, das zugleich die Jahreslosung 2026 ist (Offb 21,5). Das Neue, so Sardaryan, sei keine Bedrohung, sondern eine Einladung.
Muhterem Aras
Stellvertretende Präsidentin des Landtags von Baden-WürttembergSie beglückwünschte die Gemeinde zur Eröffnung, hob die Bedeutung der Kulturveranstaltungen hervor und würdigte die gesellschaftliche Rolle der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg für das Land.
Michael Strauß
NOAH e.V.Er sprach über die kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und Armenien, erzählte von der Entstehung der Sevrugian Cultural Foundation und warb für einen lebendigen deutsch-armenischen Kulturaustausch.
Karen Armenakyan
BW-BankIn ihm, bekannte er, schlügen zwei Herzen: eines für die armenische Heimat und eines für die baden-württembergische Wahlheimat. Die BW-Bank fördert die Kulturtage und ist Gastgeberin der Ausstellung.
Komitas trifft Piazzolla
Von den Liedern des Komitas bis zum Tango nuevo Astor Piazzollas
Musikalisch begleitete das Duo Manima die Eröffnung. Astghik Matinyan und Areg Hakobyan verbanden die Musik des Begründers der modernen armenischen Musik mit der Klangwelt Piazzollas und berührten damit das Publikum.
Eine Familiengeschichte in Bildern
Im Mittelpunkt des Abends stand der Festvortrag von Dr. Yvette Tajarian vom Matenadaran in Jerewan. Sie erzählte die bewegende Geschichte der Familie Sevrugian, von ihren Anfängen bis zu André Sevrugian, dessen Gemälde die Ausstellung nun in Stuttgart zeigt. Im Anschluss lud Lilit Kärcher-Sargsyan, Vorsitzende der Sevrugian Cultural Foundation, die Gäste ein, die Bilder unter Führung von Dr. Tajarian zu entdecken.
Als Dank für die gute Zusammenarbeit überreichte Lilit Kärcher-Sargsyan im Namen der Stiftung der LBBW-Stiftung ein Originalgemälde von André Sevrugian. Stephan Schorn, Geschäftsführer der LBBW-Stiftung, nahm das Werk entgegen. Bei einem Glas armenischen Weins klang der Abend gemeinsam aus.
Impressionen
Bis 25. Oktober: elf Tage armenische Kultur
Die Kulturtage zeigen armenische Kultur als lebendige Gegenwart, in Musik und Literatur, auf der Bühne, im Gottesdienst und im Gespräch. Eine Auswahl der kommenden Veranstaltungen:
- Sonntag18Oktober
- 12:00Surb Patarag, Heilige Liturgie der Armenischen Apostolischen KircheEvang. Lutherkirche Bad Cannstatt, Eintritt frei
- 15:00„Unser Weg zur Unabhängigkeit“, Dokumentarfilm und Gespräch mit Tigran PaskevichyanEvang. Lutherkirche Bad Cannstatt, Eintritt frei
- Montag19Oktober
- 17:30„Die armenische Küche entdecken“, Kochkurs mit Elmira TorosianBildungshaus NeckarPark, Anmeldung über die vhs Stuttgart, Kurs 262-39000
- Mittwoch21Oktober
- 18:30„Siehe, ich mache alles neu“, Podiumsdiskussion über Herkunft, Identität und Teilhabe mit Alina Papagiannaki-Sönmez, Karnik Gregorian und Pfr. Dr. Diradur Sardaryan, Moderation: Anna KoktsidouStadtPalais, Teilnahme kostenlos, Anmeldung über das StadtPalais
- Donnerstag22Oktober
- 19:30„Gomesch · Die Büffelkuh“, Monodrama nach Hrant Matevossian mit Narine GrigoryanKleiner Kursaal Bad Cannstatt
- Freitag23Oktober
- 20:00Dan Gharibian Trio, KonzertKleiner Kursaal Bad Cannstatt
- Samstag24Oktober
- 11:00„Jerewan“, Buchpräsentation mit der Übersetzerin Susanna YeghoyanWelthaus Stuttgart
- 14:00„Von der Elegie zum Aufbruch“, Kammermusik von Rachmaninow und BabadschanjanLiederhalle, Silcher-Saal
- 16:00„Vom Zeichen zum Ornament“, Vortrag und Workshop mit Tereza SargsyanWelthaus Stuttgart, Anmeldung bis 22.10. unter kultur@agbw.org
- 20:00Nemra, Indie-Rock-KonzertLiederhalle, Silcher-Saal
- Sonntag25Oktober
- 18:00„Vom alten Klang zum neuen Licht“, Abschlusskonzert mit der Camerata Vocalis, Kammerchor der Universität Tübingen, Leitung: UMD Philipp AmelungEvang. Lutherkirche Bad Cannstatt, Eintritt frei, Spende erbeten
Karten über Reservix und EasyTicket. Der Kulturtage-Pass für 85 Euro gilt für alle Veranstaltungen mit Ausnahme der Workshops.
Vollständiges ProgrammWerden Sie Teil unseres Freundeskreises
Die Armenischen Kulturtage leben vom Engagement vieler Menschen. Wer sie über das Festival hinaus dauerhaft unterstützen möchte, kann Mitglied im Freundeskreis werden und so dazu beitragen, dass Stuttgart auch in den kommenden Jahren ein Ort der armenisch-deutschen Begegnung bleibt.
Mitglied werdenDanke
Die Armenische Gemeinde Baden-Württemberg e.V. dankt allen, die die Kulturtage 2026 möglich machen, an erster Stelle den Förderern:
- BW-Bank
- NOAH e.V.
- Fonds Soziokultur
- Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland
- Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart
- Armenischer Unternehmerverein e.V.
- Armenien-Fonds Hayastan-Fonds e.V.
- Johannes und Lilit Kärcher
- Honorarkonsul Günter Pilarsky
Unser Dank gilt ebenso der Sevrugian Cultural Foundation und dem Matenadaran Jerewan, allen Kooperationspartnern und Spielstätten sowie den Medienpartnern Orer.eu, „Armenisch-Deutsche Korrespondenz“, Forum der Kulturen (InMagazin) und lift Stuttgart. Ein besonderer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, ohne deren Einsatz vor und hinter den Kulissen dieses Festival nicht denkbar wäre.








