Armenische Kulturtage Stuttgart

Eröffnungsgala

Künstler: WKO Heilbronn, Hrachuhi Bassenz (Sopran) & Ruben Gazarian (Dirigent)
Werke: Joseph Haydn, Arno Babajanyan, Komitas, Khachatur Avetisyan, Robert Amirkhanyan

09. Oktober 2019    

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Ein land voller Wunder

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden Sie herzlich zu den neunten Armenischen Kulturtagen in Stuttgart ein! Zwischen 9. bis 25. Oktober haben wir wieder einen vielfältigen Strauß von Veranstaltungen vorbereitet. Das Motto für dieses Jahr ist ein Zitat des englischen Schriftstellers Lord Byron, der – begeistert von Armenien – schrieb, es sei „Ein Land voller Wunder“.

Im vergangenen Jahr geschah in diesem Land am Kaukasus tatsächlich ein „Wunder“ – eine friedliche, „samtene“ Revolution, in deren Folge wichtige Reformprozesse in Armenien in Gang kamen. Hunderttausende Menschen waren gegen die damalige Regierung Armeniens, gegen Korruption und Vetternwirtschaft, für mehr Demokratie und Menschenrechte auf die Straße gegangen. Einer der Anführer, der Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan, ist heute Premierminister in Armenien. Er hat einen Kurs der weiteren Demokratisierung des Landes und der Stabilisierung des Rechtsstaats eingeschlagen.

Armenien wurde nicht umsonst ein „Land der Wunder“ genannt. Dieses uralte Land kann auf eine viertausendjährige Kultur zurückblicken: Schon die Bibel verortet die Sintflut in Armenien: „Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf“, heißt es in Gen. 8,4. Im 2. Jahrtausend v. Chr. haben sich die Bewohner eines bergigen Teils von Mesopotamien „Հայ“ (Hay. / d.i. Armenier) genannt und ihr Land als dem verlorenen Garten Eden ähnlich angesehen.

Die Grenzen dieses Landes mit seiner oft tragischen Geschichte änderten sich im Laufe der Jahrhunderte. Zuletzt wollten die Osmanen die Kultur dieses uralten Volkes vernichten.

Wie durch ein Wunder konnten die Armenier trotz aller Anfeindungen, Verfolgungen und Unterdrückung ihre Tradition beibehalten. Und obwohl das Volk der Armenier großer Teile seiner Heimat verlustig wurde, hat es die „Blume seines Mundes“ bewahrt und in Schriftgut, Bildung und Kultur den Weg gesehen, „Weisheit und Zucht zu erlernen und kündige Rede zu verstehen“ (Sprüche 1,2.). Dies ist übrigens der erste Satz der Bibelübersetzung in die armenische Sprache, welche Mesrop Mashtoz bereits im 5. Jh. n. Chr. fertiggestellt hatte.

Im Rahmen der Armenischen Kulturtage Stuttgart präsentieren wir gleich drei Wunder der modernen armenischen Kultur: Hovanes Tumanyan, Komitas Wardapet und Sergej Paradjanov. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Was ihnen aber gemeinsam ist, ist ihr Einsatz für eine bessere und friedliche Zukunft ihres Landes.

Mit Konzerten, Buchpräsentationen, Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen und Workshops wollen wir auch in diesem Jahr die Begegnung der Kulturen und den Austausch ermöglichen und die Beziehungen zwischen Deutschland und Armenien stärken.

Ohne die Förderung durch die Landeshauptstadt, das Land Baden-Württemberg, das Kultusministerium und die Botschaft der Republik Armenien sowie die engagierte finanzielle Unterstützung vieler Freunde und Förderer und ohne das Engagement unserer zahlreichen Ehrenamtlichen könnten die Armenischen Kulturtage Stuttgart nicht realisiert werden. Unser besonderer Dank gilt der Firma Kärcher und ganz persönlich der Familie Kärcher, sowie Günter Pilarsky, Honorarkonsul der Republik Armenien in Deutschland.

Wie in den vergangenen Jahren plant die Armenische Gemeinde Baden-Württemberg diese Veranstaltungsreihe mit zahlreichen Partnern aus der Stuttgarter Kultur sowie aus der Kulturszene in Armeniens Hauptstadt Eriwan. Ihnen allen gilt ebenso unser herzlicher Dank.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen
viel Freude und gute Unterhaltung!

Ihr Pfr. Dr. Diradur Sardaryan 

Pfr. Dr. Diradur Sardaryan

Ein land voller Wunder

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden Sie herzlich zu den neunten Armenischen Kulturtagen in Stuttgart ein! Zwischen 9. bis 25. Oktober haben wir wieder einen vielfältigen Strauß von Veranstaltungen vorbereitet. Das Motto für dieses Jahr ist ein Zitat des englischen Schriftstellers Lord Byron, der – begeistert von Armenien – schrieb, es sei „Ein Land voller Wunder“.

Im vergangenen Jahr geschah in diesem Land am Kaukasus tatsächlich ein „Wunder“ – eine friedliche, „samtene“ Revolution, in deren Folge wichtige Reformprozesse in Armenien in Gang kamen. Hunderttausende Menschen waren gegen die damalige Regierung Armeniens, gegen Korruption und Vetternwirtschaft, für mehr Demokratie und Menschenrechte auf die Straße gegangen. Einer der Anführer, der Oppositionspolitiker Nikol Paschinjan, ist heute Premierminister in Armenien. Er hat einen Kurs der weiteren Demokratisierung des Landes und der Stabilisierung des Rechtsstaats eingeschlagen.

Armenien wurde nicht umsonst ein „Land der Wunder“ genannt. Dieses uralte Land kann auf eine viertausendjährige Kultur zurückblicken: Schon die Bibel verortet die Sintflut in Armenien: „Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf“, heißt es in Gen. 8,4. Im 2. Jahrtausend v. Chr. haben sich die Bewohner eines bergigen Teils von Mesopotamien „Հայ“ (Hay. / d.i. Armenier) genannt und ihr Land als dem verlorenen Garten Eden ähnlich angesehen.

Die Grenzen dieses Landes mit seiner oft tragischen Geschichte änderten sich im Laufe der Jahrhunderte. Zuletzt wollten die Osmanen die Kultur dieses uralten Volkes vernichten.

Wie durch ein Wunder konnten die Armenier trotz aller Anfeindungen, Verfolgungen und Unterdrückung ihre Tradition beibehalten. Und obwohl das Volk der Armenier großer Teile seiner Heimat verlustig wurde, hat es die „Blume seines Mundes“ bewahrt und in Schriftgut, Bildung und Kultur den Weg gesehen, „Weisheit und Zucht zu erlernen und kündige Rede zu verstehen“ (Sprüche 1,2.). Dies ist übrigens der erste Satz der Bibelübersetzung in die armenische Sprache, welche Mesrop Mashtoz bereits im 5. Jh. n. Chr. fertiggestellt hatte.

Im Rahmen der Armenischen Kulturtage Stuttgart präsentieren wir gleich drei Wunder der modernen armenischen Kultur: Hovanes Tumanyan, Komitas Wardapet und Sergej Paradjanov. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Was ihnen aber gemeinsam ist, ist ihr Einsatz für eine bessere und friedliche Zukunft ihres Landes.

Mit Konzerten, Buchpräsentationen, Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen und Workshops wollen wir auch in diesem Jahr die Begegnung der Kulturen und den Austausch ermöglichen und die Beziehungen zwischen Deutschland und Armenien stärken.

Ohne die Förderung durch die Landeshauptstadt, das Land Baden-Württemberg, das Kultusministerium und die Botschaft der Republik Armenien sowie die engagierte finanzielle Unterstützung vieler Freunde und Förderer und ohne das Engagement unserer zahlreichen Ehrenamtlichen könnten die Armenischen Kulturtage Stuttgart nicht realisiert werden. Unser besonderer Dank gilt der Firma Kärcher und ganz persönlich der Familie Kärcher, sowie Günter Pilarsky, Honorarkonsul der Republik Armenien in Deutschland.

Wie in den vergangenen Jahren plant die Armenische Gemeinde Baden-Württemberg diese Veranstaltungsreihe mit zahlreichen Partnern aus der Stuttgarter Kultur sowie aus der Kulturszene in Armeniens Hauptstadt Eriwan. Ihnen allen gilt ebenso unser herzlicher Dank.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen
viel Freude und gute Unterhaltung!

Ihr Pfr. Dr. Diradur Sardaryan 

Eröffnungsgala

9 Oktober/19:30 - 21:30

Deutsch-Armenisches Wirtschaftsforum

10 Oktober/09:30 - 16:00

Die Farbe des Granatapfels

10 Oktober/20:00 - 21:30

Armenien: Zum Wandel entschlossen

11 Oktober/19:00 - 20:30

Die Essbare Lust

12 Oktober/10:00 - 12:00

Zum Licht / Դեպի Լույս

12 Oktober/19:30 - 21:00

Surb Patarag / Սբ. Պատարագ

13 Oktober/12:00 - 14:00

Meine Familie ist in meinem Koffer

15 Oktober/19:30 - 20:30

Pro Shamiram

16 Oktober/19:30 - 20:30

Hommage à Komitas

18 Oktober/19:30 - 21:00

111 Gründe, Armenien zu lieben

19 Oktober/16:00 - 17:00

Zwischen Rhein und Arax

20 Oktober/16:00 - 17:00