Künstlerische Arbeit von Tereza Sargsyan mit armenischer Ornamentik

Vortrag & praktischer Workshop

Vom Zeichen zum Ornament

Armenische Ornamente und Rosetten – Ursprung, Geometrie und Symbolik

Հայկական զարդանախշեր – վարդյակներ

Samstag, 24. Oktober 2026

Einlass: 15:30 Uhr

Beginn: 16:00 Uhr

Ende: 17:30 Uhr

Welthaus Stuttgart e.V.

mit Tereza Sargsyan

Was erzählen geometrische Formen, wenn sie zu Ornamenten werden?

Die armenische Kunst hat über Jahrhunderte eine außergewöhnlich reiche ornamentale Bildsprache entwickelt. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich in steinernen Reliefs, Kirchen, Chatschkaren und mittelalterlichen Handschriften.

Die Künstlerin und Kunstpädagogin Tereza Sargsyan führt in die Welt armenischer Rosetten und geometrischer Ornamente ein. Im Mittelpunkt stehen ihre grundlegenden Formen, ihre symbolische Bedeutung und die Frage, wie aus einfachen geometrischen Strukturen komplexe Bildzeichen entstehen.

Ein Ornament ist nicht nur Dekoration. Form, Wiederholung, Bewegung und Ordnung können Bedeutung tragen – und über Jahrhunderte zu einer visuellen Sprache werden.

Հայկական վարդյակներ · Armenische Rosetten

Geometrie wird Bildsprache

Tereza Sargsyan stellt unterschiedliche Formen armenischer Rosetten vor und erläutert, welche Vorstellungen und Bedeutungen sich mit ihnen verbinden können.

An ausgewählten Beispielen wird sichtbar, wie geometrische Formen in der armenischen Kunst weiterentwickelt, miteinander verbunden und zu komplexen Ornamenten geordnet werden.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden Beispiele aus Kirchen und steinernen Reliefs, Chatschkaren und der armenischen Miniaturmalerei.

Armenisches geometrisches Ornament
Armenische Ornamentik · geometrische Form und Wiederholung

Grundformen

Wie werden grundlegende geometrische Formen aufgebaut, kombiniert und weiterentwickelt?

Symbolik

Welche Bedeutung können Form, Ordnung, Wiederholung und Bewegung innerhalb eines Ornaments erhalten?

Armenische Kunst

Wie erscheinen Rosetten und geometrische Ornamente in Reliefkunst, Sakralarchitektur, Chatschkaren und Miniaturen?

Form, Rhythmus und Bewegung

Wenn Muster andere Künste berühren

Ornamentale Ordnung lässt sich nicht nur sehen. Rhythmus, Wiederholung und Bewegung begegnen uns auch in Musik und Tanz.

Je nach zeitlichem Verlauf kann Tereza Sargsyan diese Zusammenhänge anhand eines armenischen Tanzbeispiels und ausgewählter Texte aus der Tradition der Scharakane – der armenischen geistlichen Hymnen – veranschaulichen.

So eröffnet sich ein weiterführender Blick darauf, wie sich vergleichbare Prinzipien von Rhythmus, Wiederholung und Gestaltung in unterschiedlichen Ausdrucksformen armenischer Kultur begegnen.

Praktischer Teil

Eine Rosette selbst konstruieren

Nach dem Vortrag wird aus dem Betrachten eigenes Gestalten.

Unter Anleitung von Tereza Sargsyan versuchen die Teilnehmenden, selbst eine Rosette zu zeichnen. Dabei wird unmittelbar erfahrbar, wie geometrische Ordnung, Wiederholung und handwerkliche Konstruktion zusammenwirken.

Der praktische Teil macht sichtbar, dass hinter einem Ornament nicht nur ein fertiges Bild, sondern ein nachvollziehbarer gestalterischer Prozess steht.

Tereza Sargsyan
Tereza Sargsyan

Künstlerin · Kunstpädagogin · Forscherin

Tereza Sargsyan

Armenische Kunst zwischen mittelalterlichem Erbe und zeitgenössischer Gestaltung

Tereza Sargsyan wurde in Jerewan geboren. Sie studierte und arbeitete am Nationalen Zentrum für Ästhetik „Henrik Igityan“ als Lehrerin für Zeichnen und Ethnografie. In den 1990er Jahren unterrichtete sie außerdem an neu gegründeten Sonntagsschulen.

Seit 2000 lebt sie in Italien. An der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom qualifizierte sie sich im Bereich des kirchlichen Kulturerbes. Ihre Studien vertiefte sie anschließend am Institut für Religionswissenschaften der Universität des hl. Thomas von Aquin in Rom.

Am Centro Aletti beschäftigte sie sich zudem mit der Kunst des Mosaiks. Parallel dazu arbeitete sie kontinuierlich als Künstlerin in den Bereichen Malerei, Literatur und angewandte Kunst.

Seit 2010 widmet sie sich intensiv der Keramik. In ihren Arbeiten verbindet sie Elemente armenischer mittelalterlicher Miniaturmalerei und Reliefkunst mit einer eigenen zeitgenössischen Formensprache.

Frühchristliche und mittelalterliche Kunst bilden bis heute einen zentralen Bezugspunkt ihres künstlerischen und forschenden Arbeitens.

Vortrag & praktischer Workshop

Termin und Veranstaltungsort

Termin

Samstag, 24. Oktober 2026
Einlass: 15:30 Uhr
Beginn: 16:00 Uhr
Ende: 17:30 Uhr

Veranstaltungsort

Welthaus Stuttgart e.V.

Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart

Thema

Armenische Ornamente und Rosetten – ihre geometrischen Formen, ihre Herkunft und ihre Symbolik

Beispiele

Kirchen, Reliefkunst, Chatschkare und armenische Miniaturmalerei

Praktischer Teil

Die Teilnehmenden versuchen unter Anleitung, selbst eine geometrische Rosette zu zeichnen.

Sprache

Armenisch mit deutscher Übersetzung

Anmeldung

Anmeldung bis 20. Oktober 2026

Bitte per E-Mail an kultur@agbw.org.

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Eine Veranstaltung der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg im Rahmen der Armenischen Kulturtage Stuttgart 2026 in Kooperation mit dem Welthaus Stuttgart e.V.