Vortrag & praktischer Workshop
Vom Zeichen zum Ornament
Armenische Ornamente und Rosetten – Ursprung, Geometrie und Symbolik
Հայկական զարդանախշեր – վարդյակներ
Was erzählen geometrische Formen, wenn sie zu Ornamenten werden?
Die armenische Kunst hat über Jahrhunderte eine außergewöhnlich reiche ornamentale Bildsprache entwickelt. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich in steinernen Reliefs, Kirchen, Chatschkaren und mittelalterlichen Handschriften.
Die Künstlerin und Kunstpädagogin Tereza Sargsyan führt in die Welt armenischer Rosetten und geometrischer Ornamente ein. Im Mittelpunkt stehen ihre grundlegenden Formen, ihre symbolische Bedeutung und die Frage, wie aus einfachen geometrischen Strukturen komplexe Bildzeichen entstehen.
Ein Ornament ist nicht nur Dekoration. Form, Wiederholung, Bewegung und Ordnung können Bedeutung tragen – und über Jahrhunderte zu einer visuellen Sprache werden.
Հայկական վարդյակներ · Armenische Rosetten
Geometrie wird Bildsprache
Tereza Sargsyan stellt unterschiedliche Formen armenischer Rosetten vor und erläutert, welche Vorstellungen und Bedeutungen sich mit ihnen verbinden können.
An ausgewählten Beispielen wird sichtbar, wie geometrische Formen in der armenischen Kunst weiterentwickelt, miteinander verbunden und zu komplexen Ornamenten geordnet werden.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden Beispiele aus Kirchen und steinernen Reliefs, Chatschkaren und der armenischen Miniaturmalerei.
Grundformen
Wie werden grundlegende geometrische Formen aufgebaut, kombiniert und weiterentwickelt?
Symbolik
Welche Bedeutung können Form, Ordnung, Wiederholung und Bewegung innerhalb eines Ornaments erhalten?
Armenische Kunst
Wie erscheinen Rosetten und geometrische Ornamente in Reliefkunst, Sakralarchitektur, Chatschkaren und Miniaturen?
Form, Rhythmus und Bewegung
Wenn Muster andere Künste berühren
Ornamentale Ordnung lässt sich nicht nur sehen. Rhythmus, Wiederholung und Bewegung begegnen uns auch in Musik und Tanz.
Je nach zeitlichem Verlauf kann Tereza Sargsyan diese Zusammenhänge anhand eines armenischen Tanzbeispiels und ausgewählter Texte aus der Tradition der Scharakane – der armenischen geistlichen Hymnen – veranschaulichen.
So eröffnet sich ein weiterführender Blick darauf, wie sich vergleichbare Prinzipien von Rhythmus, Wiederholung und Gestaltung in unterschiedlichen Ausdrucksformen armenischer Kultur begegnen.
Praktischer Teil
Eine Rosette selbst konstruieren
Nach dem Vortrag wird aus dem Betrachten eigenes Gestalten.
Unter Anleitung von Tereza Sargsyan versuchen die Teilnehmenden, selbst eine Rosette zu zeichnen. Dabei wird unmittelbar erfahrbar, wie geometrische Ordnung, Wiederholung und handwerkliche Konstruktion zusammenwirken.
Der praktische Teil macht sichtbar, dass hinter einem Ornament nicht nur ein fertiges Bild, sondern ein nachvollziehbarer gestalterischer Prozess steht.
Künstlerin · Kunstpädagogin · Forscherin
Tereza Sargsyan
Armenische Kunst zwischen mittelalterlichem Erbe und zeitgenössischer Gestaltung
Tereza Sargsyan wurde in Jerewan geboren. Sie studierte und arbeitete am Nationalen Zentrum für Ästhetik „Henrik Igityan“ als Lehrerin für Zeichnen und Ethnografie. In den 1990er Jahren unterrichtete sie außerdem an neu gegründeten Sonntagsschulen.
Seit 2000 lebt sie in Italien. An der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom qualifizierte sie sich im Bereich des kirchlichen Kulturerbes. Ihre Studien vertiefte sie anschließend am Institut für Religionswissenschaften der Universität des hl. Thomas von Aquin in Rom.
Am Centro Aletti beschäftigte sie sich zudem mit der Kunst des Mosaiks. Parallel dazu arbeitete sie kontinuierlich als Künstlerin in den Bereichen Malerei, Literatur und angewandte Kunst.
Seit 2010 widmet sie sich intensiv der Keramik. In ihren Arbeiten verbindet sie Elemente armenischer mittelalterlicher Miniaturmalerei und Reliefkunst mit einer eigenen zeitgenössischen Formensprache.
Frühchristliche und mittelalterliche Kunst bilden bis heute einen zentralen Bezugspunkt ihres künstlerischen und forschenden Arbeitens.
Vortrag & praktischer Workshop
Termin und Veranstaltungsort
Termin
Samstag, 24. Oktober 2026
Einlass: 15:30 Uhr
Beginn: 16:00 Uhr
Ende: 17:30 Uhr
Veranstaltungsort
Welthaus Stuttgart e.V.
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Thema
Armenische Ornamente und Rosetten – ihre geometrischen Formen, ihre Herkunft und ihre Symbolik
Beispiele
Kirchen, Reliefkunst, Chatschkare und armenische Miniaturmalerei
Praktischer Teil
Die Teilnehmenden versuchen unter Anleitung, selbst eine geometrische Rosette zu zeichnen.
Sprache
Armenisch mit deutscher Übersetzung



