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Mehr InformationenGemeinsam bereiten wir traditionelle Gerichte zu und lernen die Esskultur Armeniens kennen. Während des Kochens erfahren Sie Hintergründe über Geschichte, Kultur und Alltagsküche des Landes.
Die armenische Küche gehört zu den ältesten durchgehend überlieferten Esskulturen der Region. Bei den Ausgrabungen von Karmir Blur kamen Vorratskammern zutage, große Tonkrüge voller Getreide, Weinkeller und Butterfässer, die den heute im Südkaukasus gebräuchlichen verblüffend ähneln. Xenophon beschrieb im vierten Jahrhundert vor Christus, wie die Menschen in Armenien Gerstenwein durch ein hineingestecktes Schilfrohr tranken.
Im Mittelpunkt steht das Lavash, das hauchdünne Fladenbrot, das an der Innenwand des Tonirs gebacken wird. Die UNESCO nahm seine Zubereitung 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf. Charakteristisch sind außerdem die kräftige Würzung, Peperoni, Knoblauch, Kreuzkümmel und frische Kräuter. Mehr als dreihundert wildwachsende essbare Pflanzen werden in der armenischen Küche verwendet.
Kaum eine andere Küche ist so eng mit dem kirchlichen Kalender verwoben. Viele Gerichte sind Fastenspeisen, etwa das Mschosch aus Linsen, Aprikosensaft und Walnüssen. Zu Ostern wird die süße Suppe Anuschapur gekocht und in die Häuser der Nachbarn getragen. In das Neujahrsbrot Tarehats wird eine Münze eingebacken: Wer sie in seinem Stück findet, dem gilt das kommende Jahr als gesegnet.
Wer armenisch kocht, kocht selten nur für den Hunger. Fast jedes Gericht trägt eine Erinnerung, einen Anlass oder ein Gebet mit sich.
Gut zu wissen
- Eintritt: 50,00 €, darin 12,00 € für Lebensmittel
- Anmeldung: ausschließlich über die vhs Stuttgart, Kurs 262-39000
- Mitwirkende: Elmira Torosian
- Anfahrt: U19 bis Cannstatter Wasen oder NeckarPark (Stadion)