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Mehr InformationenWas erzählen geometrische Formen, wenn sie zu Ornamenten werden?
Die armenische Kunst hat über Jahrhunderte eine außergewöhnlich reiche ornamentale Bildsprache entwickelt. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich in steinernen Reliefs, in Kirchen, in Chatschkaren und in mittelalterlichen Handschriften. Ein Ornament ist dabei nicht nur Dekoration. Form, Wiederholung, Bewegung und Ordnung können Bedeutung tragen und über Jahrhunderte zu einer visuellen Sprache werden.
Tereza Sargsyan stellt unterschiedliche Formen armenischer Rosetten vor und erläutert, welche Vorstellungen sich mit ihnen verbinden. An ausgewählten Beispielen wird sichtbar, wie geometrische Formen weiterentwickelt, miteinander verbunden und zu komplexen Ornamenten geordnet werden.
Ornamentale Ordnung lässt sich nicht nur sehen. Rhythmus und Wiederholung begegnen uns auch in Musik und Tanz. Je nach zeitlichem Verlauf veranschaulicht Tereza Sargsyan diese Zusammenhänge anhand eines armenischen Tanzbeispiels und ausgewählter Scharakane, der armenischen geistlichen Hymnen.
Nach dem Vortrag wird aus dem Betrachten eigenes Gestalten. Unter Anleitung versuchen die Teilnehmenden, selbst eine Rosette zu zeichnen. Dabei wird unmittelbar erfahrbar, wie geometrische Ordnung, Wiederholung und handwerkliche Konstruktion zusammenwirken.
Tereza Sargsyan wurde in Jerewan geboren und lehrte am Nationalen Zentrum für Ästhetik „Henrik Igityan“ Zeichnen und Ethnografie. Seit 2000 lebt sie in Italien, wo sie sich an der Päpstlichen Universität Gregoriana im Bereich des kirchlichen Kulturerbes qualifizierte und sich am Centro Aletti mit der Kunst des Mosaiks beschäftigte. Seit 2010 arbeitet sie intensiv mit Keramik.
Gut zu wissen
- Einlass: 15:30 Uhr
- Eintritt: offen, siehe Hinweis
- Anmeldung: bis 20. Oktober 2026 an kultur@agbw.org
- Sprache: Armenisch mit deutscher Übersetzung
- Mitwirkende: Tereza Sargsyan
- Kooperation: Welthaus Stuttgart e.V.