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Mehr InformationenEine Erzählung aus dem armenischen Bergland, getragen von einer einzigen Schauspielerin, gesehen durch die Augen eines Tieres.
Der russische Schriftsteller Andrej Bitow sagte über Hrant Matevossian, er habe Tiere nicht beschrieben, sondern dargestellt: den Hund, das Pferd, den Wolf. Er schrieb nicht über sie, er gab ihnen Gestalt.
In „Gomesch“ erzählt Matevossian die Geschichte eines weiblichen Tieres, einer Mutter, einer Schönen, die sich auf den Weg macht, um ganz zu werden. In heutiger Sprache wäre das eine Suche. Doch weil jedes Schlagwort der wirklichen Kunst zu eng bleibt, wird dieser Weg bei Matevossian zu etwas anderem: zu einem Ritus, einem Fest, einer Hymne auf die von Gott geschaffene Natur, die zugleich mächtig und verwundbar ist, schön und zerbrechlich.
Mit den Augen der Büffelkuh sehen wir Nani und Basar, den Wolf und Minas. Wir sehen die Menschen und schließlich uns selbst.
Narine Grigoryan, geboren 1980 in Hrasdan, ist Schauspielerin und Regisseurin und wurde 2013 als Verdiente Künstlerin der Republik Armenien ausgezeichnet. Sie arbeitete in den Laboratorien von Anatoli Wassiljew in Moskau und Lew Dodin in Sankt Petersburg sowie am Grotowski-Institut in Breslau. Seit 2018 leitet sie das Sos-Sargsjan-Theater in Jerewan künstlerisch. Für „Gomesch“ wurde sie 2022 als beste Monoinszenierung ausgezeichnet.
Hrant Matevossian (1935 bis 2002) gehört zu den bedeutendsten armenischen Prosaautoren des 20. Jahrhunderts. „Gomesch“ erschien 1978 im Band „Die Bäume“.
Gut zu wissen
- Eintritt: Vorverkauf 15 €, ermäßigt 7 €, Abendkasse 18 €
- Tickets: Reservix und EasyTicket
- Sprache: Armenisch mit deutscher Übersetzung auf der Leinwand
- Dauer: 60 Minuten
- Mitwirkende: Narine Grigoryan (Regie und Spiel), Victoria Riedo Hovhannisyan (Ausstattung), Hayk Israelyan (Klang), Tamara Baroyan (Maske)
- Kooperation: Sos-Sargsjan-Theater Jerewan