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Mehr InformationenManche Stimmen erkennt man nach zwei Takten. Dan Gharibians Stimme ist dunkel, rau und unverwechselbar, als habe sie den Rauch der Rebetiko-Lokale in sich aufgenommen. Dazu die Cowboystiefel, die er nie ablegt, und eine Eleganz, die von weit her kommt.
Anfang der 1970er Jahre gründete Gharibian gemeinsam mit Bruno Girard die Gruppe Bratsch. Er brachte seine Liebe zur Gypsy-, zur griechischen und zur armenischen Musik ein, Girard die jiddische und rumänische Tradition. Das Wort Weltmusik gab es damals noch nicht. Mit dem Album „Sans Domicile Fixe“ von 1990 öffneten sich die großen Bühnen: das Olympia, das Concertgebouw Amsterdam, Festivals von Bourges bis Montréal. Zum vierzigjährigen Bestehen zog die Gruppe Bilanz: rund 2300 Konzerte, siebzehn Alben. Ende 2015 endete diese Geschichte.
Seit 2017 singt Gharibian im Trio mit dem Gitarristen Benoît Convert und dem Akkordeonisten Antoine Girard, einem Neffen von Bruno Girard. Beide hörten Bratsch von Kindheit an. Gharibian nennt das lieber Weitergabe als Nachfolge.
Das Programm wandert durch Französisch, Armenisch, Romanes, Griechisch und sogar Dioula. Neben eigenen Balladen steht „Gulo“, ein altes armenisches Lied aus Anatolien, dazu sehr persönliche Deutungen von Charles Aznavour und Claude Nougaro.
Was daraus entsteht, ist kein Museum überlieferter Stile, sondern ein Liederabend. Französische Romantik, orientalische Farben, kaukasische Klagen und Blues gehen ineinander über. Im Trio, sagt Gharibian, sei kein Verstecken möglich.
Gut zu wissen
- Eintritt: Vorverkauf 35 €, ermäßigt 25 €, Abendkasse 38 €
- Tickets: Reservix und EasyTicket
- Sprache: Französisch, Armenisch, Romanes, Griechisch, Dioula
- Mitwirkende: Dan Gharibian (Gesang, Gitarre), Antoine Girard (Akkordeon), Benoît Convert (Gitarre)
- Hinweis: Im Anschluss sind die Alben erhältlich, die Musiker signieren sie gern