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Mehr InformationenDie Kulturtage beginnen mit einer Ausstellung zum Werk des Malers André Sevrugian, der in Stuttgart starb.
Sein Vater Antoine Sevruguin (1851 bis 1933) gehörte zu den bedeutenden frühen Fotografen Persiens. Naser ad-Din Schah berief ihn zum Hoffotografen und verlieh ihm den Titel „Khan“. Er fotografierte Herrscher und einfache Menschen, Landschaften und archäologische Stätten und zeichnete so ein vielschichtiges Bild Persiens im Wandel. Seine Fotografien sind nicht Teil dieser Ausstellung, sein Name gehört jedoch zur Familiengeschichte, die den Rahmen bildet.
André Sevrugian (1894 bis 1996) ging einen eigenen Weg. In seinen Gemälden und Miniaturen begegnen sich persische Bildtradition, armenische Geschichte und europäische Kunst. Bekannt wurde er durch seine Illustrationen zum Schahname Firdausis. Später rückten armenische und christliche Themen in den Mittelpunkt. Stuttgart wurde zum wichtigen Ort seines späteren Wirkens.
Gezeigt werden ausschließlich Gemälde André Sevrugians, „Darvish“. Sichtbar wird zugleich eine Verbindung nach Baden-Württemberg: Emanuel Sevrugian, Sohn und Enkel der beiden Künstler, übergab der Armenischen Gemeinde 2023 einhundertdrei Gemälde zu biblischen und armenischen Motiven. Er starb am 31. August 2025. Die Ausstellung erinnert an ihn.
Zur Eröffnung führt Dr. Yvette Tajarian in das Werk André Sevrugians ein. Sie leitet das Museum des Matenadaran in Jerewan und gehört dem Vorstand der Sevrugian Stiftung an. Der Vortrag wird auf Armenisch gehalten und ins Deutsche übersetzt. Das Duo Manima, Astghik Matinyan an der Violine und Areg Hakobyan an der Gitarre, spielt Werke von Komitas und Astor Piazzolla.
Gut zu wissen
- Einlass: 18:30 Uhr
- Eintritt: Eintritt frei
- Anmeldung: bis 10. Oktober 2026 an kultur@agbw.org
- Sprache: Armenisch mit deutscher Übersetzung
- Mitwirkende: Dr. Yvette Tajarian, Duo Manima
- Barrierefrei: ja
- Kooperation: Sevrugian Stiftung, Matenadaran, BW-Bank