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Mehr InformationenJede Gesellschaft erzählt Geschichten über sich selbst. Doch wer entscheidet über die Version?
Was bedeutet es, heute in Deutschland (post-)migrantisch zu leben? Wie prägen Erinnerungen an Flucht, Migration und Neuanfang persönliche Biografien und gesellschaftliche Entwicklungen? Und wer bestimmt die Erzählungen über Zugehörigkeit, Identität und Zukunft?
Zwischen persönlichen Erfahrungen, religiösen und kulturellen Prägungen und politischen Debatten entstehen neue Erzählungen, begleitet von Aushandlungen darüber, wer gehört wird und wer über Deutungen entscheidet.
Die armenische Gemeinschaft in Baden-Württemberg ist selbst eine postmigrantische Geschichte. Sie beginnt bei den Displaced Persons der Nachkriegsjahre, führt über die Arbeitsmigration der 1960er und 1970er Jahre und über Fluchtbewegungen aus dem Iran und den ehemaligen Sowjetrepubliken bis zu einer Generation, die hier geboren wurde und zugleich armenische Sprache, Kultur und Glauben weiterträgt. Aus dieser Erfahrung heraus stellt sich die Frage nach Zugehörigkeit nicht theoretisch.
Nach einer kurzen Einführung in den Begriff des Postmigrantischen geben die Gäste je ein Statement. Es folgen drei Gesprächsrunden zu Identität und Selbstbild, zu gesellschaftlichen Strukturen zwischen Bildung, Arbeit und Öffentlichkeit sowie zu Zukunft und Vision, dann das Gespräch mit dem Publikum. Zum Schluss antwortet jeder Gast in einem Satz auf die Frage: Was muss neu werden?
Es diskutieren Alina Papagiannaki-Sönmez, Geschäftsführerin des Forums der Kulturen Stuttgart, Karnik Gregorian, Journalist und Regisseur, Pfr. Dr. Diradur Sardaryan und Anna Koktsidou, Journalistin beim SWR.
Gut zu wissen
- Eintritt: kostenlos
- Anmeldung: über die Veranstaltungsseite des StadtPalais, Seminarnummer 24/43-26
- Sprache: Deutsch
- Moderation: Nure-Laura Boga, Landeszentrale für politische Bildung
- Kooperation: Landeszentrale für politische Bildung, StadtPalais, Forum der Kulturen