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Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Emmanuel Tjeknavorian (Violine); Suren Bagratuni (Cello)
Ruben Gazarian – Dirigent


Die traditionelle Abschlussgala der Armenischen Kulturtage Stuttgart soll auch in diesem Jahr zu einem lebendigen Fest der Begegnung der Kulturen werden. Suren Bagratuni (Cello) aus USA, Emanuel Tjeknavorian (Voline) Österreich und die WKO Heilbronn präsentieren unter der Leitung von Ruben Gazarian Werke von Ottorino Respighi, Joseph Haydn, Loris Tjeknavorian, Isaac Albeniz. Eine einzigartige und einmalige Zusammenstellung von Künstlern und Werken, die sie nicht verpassen sollten!



Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO) versteht sich als internationale Klangmanufaktur, in der leidenschaftlich und inspiriert an einem unverwechselbaren Kammerorchesterklang gearbeitet wird. Hier verschmelzen das gelebte Ideal kammermusikalischen Musizierens mit der exquisiten Handwerkskunst eines jeden Orchestermusikers zu Werkinterpretationen, die Maßstäbe setzen. Unter dem Leitstern einer emotionalen und sinnlichen Klangkultur gelingt mit künstlerischer Vielfalt die Brücke zu seinem Publikum: von Kammermusik groß gefasst bis zu Sinfonik durch die Lupe, von klassischem Repertoire bis zu Werken des 20. Jahrhunderts. Mit Beginn der Saison 2018/2019 ist Case Scaglione neuer Chefdirigent des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn.

Das WKO wurde 1960 von Prof. Jörg Faerber gegründet. Er hatte das Orchester in seiner über 40-jährigen Amtszeit (1960–2002) durch visionäre Ersteinspielungen und zahlreiche Tourneen zum international anerkannten Ensemble gemacht. Die klangprägende Ära unter Ruben Gazarian (2002–2018) markierte eine Erweiterung des Repertoires durch die Wahl zahlreicher Werke aus der Romantik, der frühen Moderne und der Avantgarde.

Als überzeugter Touring-Klangkörper hinterlässt das Orchester seine Klangspuren bei einem überregionalen wie internationalen Publikum. In dieser Saison übernimmt das WKO die Rolle des Portrait-Orchesters in der Reihe „Wiener Klassik München“ (Musikerlebnis) im Herkulessaal. Gastspielhöhepunkte der letzten Jahre sind u.a. die Royal Albert Hall in London, das Concertgebouw Amsterdam, der Musikverein Wien, die Philharmonie Berlin, die Philharmonie Köln sowie Auslandstourneen durch Korea, Kambodscha oder Spanien. 2019 geht das WKO wieder auf eine mehrkonzertige Tournee durch China.

Das Orchester setzt auch in seiner Heimat auf musikalische Vielfalt mit höchstem Qualitätsanspruch. Dafür stehen seine Abonnementkonzerte in Heilbronn und Ulm, die innovative Konzertreihe redblue meets klassik in Kooperation mit INTERSPORT, die von den WKO-Musikern gestaltete KSK-Kammermusikreihe, regelmäßige Musiktheater-Kooperationen mit dem Theater Heilbronn und das von den Orchestermusikern mitentwickelte Musikvermittlungsprogramm KOPFHöRER für Babys, Grundschulkinder und Jugendliche.

Die Qualität und Güte des Orchesters zeigt sich im regelmäßigen Klangaustausch mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten: Avi Avital, Rudolf Buchbinder, Asya Fateyeva, Augustin Hadelich, Håkan Hardenberger, Sharon Kam, Felix Klieser, Katia & Marielle Labèque, Bejun Mehta, Sabine Meyer, Johannes Moser, Olga Scheps, Herbert Schuch, Daniel Müller-Schott, Emmanuel Tjeknavorian, Carolin Widmann oder Frank Peter Zimmermann sind u.a. solistische Partner im Konzert oder auf CD-Einspielungen.

Ruben Gazarian war 16 Jahre – zwischen 2002 und 2018 – Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Ein Amt, in welches er sowohl vom Orchester als auch von der Findungskommission einstimmig gewählt wurde. In dieser Zeit hat er, in den insgesamt über 860 Konzerten und 26 CD-Produktionen, das Standardrepertoire des Orchesters durch gelegentliche Ausweitung auf sinfonische Besetzung und die Wahl zahlreicher Werke aus der Romantik, der frühen Moderne und der Avantgarde bereichert. Für seine Verdienste während der langen Heilbronner Amtszeit wurde Gazarian im Juni 2018 mit der Goldenen Münze der Stadt ausgezeichnet.

Zusätzlich zu seiner Heilbronner Chefposition übernahm Ruben Gazarian zum Beginn des Jahres 2015 die künstlerische Leitung des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Auch diese Berufung erfolgte auf einhelligen Wunsch des Orchesters, dessen Geschäftsführung und der Kulturverantwortlichen der Stadt. Im Mai 2017 wurde sein Vertrag mit dem GKO um weitere drei Jahre verlängert. Im Vorfeld hat sich das Orchester einstimmig für die Vertragsverlängerung ausgesprochen.

Als Gastdirigent stand Ruben Gazarian u. a. am Pult des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, des WDR-Sinfonieorchesters Köln, des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, der Hamburger Symphoniker, des Staatsorchesters Kassel, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Frankfurter Museumsorchesters, des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, des Orchestre National de Lyon, des Jerusalem Symphony Orchestra, des Orchesters Rishon LeZion (Orchester der Oper Tel Aviv), des Tonkünstler Orchester Niederösterreich, des Wroclawer Philharmonischen Orchesters, des Belgrader Philharmonischen Orchesters und des Zürcher Kammerorchesters.

Erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet Ruben Gazarian mit so namhaften Solisten wie Gautier und Renaud Capuçon, Julia Fischer, Hilary Hahn, Maximilian Hornung, Sharon Kam, Katia & Marielle Labèque, Elisabeth Leonskaja, Sabine Meyer, Daniel Müller-Schott, Viktoria Mullova, Sergei Nakariakov, Gerhard Oppitz, Fazil Say, Frank Peter Zimmermann, Beaux Arts Trio, Gewandhaus-Quartett und vielen anderen.

Im Alter von vier Jahren erhielt Ruben Gazarian den ersten Violinunterricht von seinem Vater. Es folgte eine Ausbildung an der Spezialmusikschule „P. I. Tschaikowsky“ und später am Konservatorium in Eriwan beim Primarius des berühmten Borodin-Quartetts Ruben Aharonian. Seine solistische Laufbahn begann Gazarian 1983 mit Recitals und Auftritten mit verschiedenen Kammer- und Sinfonieorchestern. Noch während des Studiums erhielt er einen Sondervertrag als Vorspieler und Solist des Staatlichen Kammerorchesters Armenien und war zeitgleich Geiger im Staatlichen Klaviertrio des Armenischen Rundfunks und Fernsehens. Im Jahr 1992 setzte Ruben Gazarian sein Violinstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig fort und schloss es 1995 mit dem Konzertexamen ab. Noch im gleichen Jahr folgte ein Dirigierstudium – ebenfalls an der Leipziger Musikhochschule –, welches er 1998 mit Höchstnote absolvierte.

Nach mehrjähriger Tätigkeit (1993-1998) als Erster Konzertmeister des Westsächsischen Symphonieorchesters, wurde Ruben Gazarian 1999 zu dessen Chefdirigenten gewählt. Unmittelbar vor seinem Amtsantritt beim WKO Heilbronn im September 2002, wurde Gazarian zum Preisträger des 1. Solti Dirigentenwettbewerbs in Frankfurt am Main.

Eine umfangreiche und stets wachsende Diskografie dokumentiert die Bandbreite des Künstlers und seinen sicheren Umgang mit Werken verschiedenster Epochen und Stilrichtungen.

„In terms of virtuosity, intensity, phrasing, tone colour and profound musical understanding,
Emmanuel Tjeknavorian has everything“
– Robert Matthew-Walker, Musical Opinion

Ausgezeichnet beim Internationalen Jean-Sibelius-Violinwettbewerb 2015 für die beste Interpretation des Violinkonzerts von Jean Sibelius sowie als Gewinner des zweiten Preises zog Emmanuel Tjeknavorian internationale Aufmerksamkeit auf sich.

Für die Saison 2017/2018 wurde er für den Rising Stars Zyklus der European Concert Hall Organisation ausgewählt, nominiert durch das Wiener Konzerthaus und den Musikverein Wien. Diese Tournee wird ihn in die renommiertesten Konzertsäle Europas führen. Emmanuel Tjeknavorian ist außerdem Great Talent des Wiener Konzerthauses und wird dort in unterschiedlichen Kammermusikformationen unter anderem mit Elisabeth Leonskaja zu erleben sein.

Nach seinem erfolgreichen Debüt in der Reihe „Junge Elite“ verleihen ihm die Festspiele MV im Sommer 2018 im Rahmen eines Preisträger-Konzertes mit dem Pianisten Maximilian Kromer den Ensemblepreis. Zu den weiteren Highlights der aktuellen Saison gehören seine Debüts beim DSO in der Berliner Philharmonie und beim Tonhalle Orchester Zürich als Solist der Orpheum Stiftung Zürich. Er wird außerdem mit den wichtigsten Klangkörpern Österreich wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Innsbrucker Symphonieorchester, dem Grazer Philharmonischen Orchester und dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich zusammenarbeiten.

Zur erneuten Begegnung kommt es mit den Wiener Symphonikern, dem hr Sinfonieorchester, dem Bruckner-Orchester Linz sowie dem Wiener Jeunesse Orchester im Musikverein Wien. Beim Rheingau-Musikfestival und beim HankoFestival in Finnland wurde er nach seinen Rezital-Konzerten ebenso umgehend wieder eingeladen.

Seine junge Karriere führte ihn bereits zu Orchestern wie den Wiener Symphoniker, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem hr Sinfonieorchester Frankfurt, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der Camerata Salzburg und dem Münchner Kammerorchester. Außerdem spielte er unter Dirigenten wie Adam Fischer, Keith Lockhart, Hannu Lintu, Cornelius Meister, Andrés Orozco-Estrada, Kristiina Poska und John Storgårds.

Seit September 2017 bestreitet Emmanuel Tjeknavorian die sehr erfolgreiche monatliche Sendung „Der Klassik-Tjek“ bei Radio Klassik, Österreichs privatem Klassiksender. Im März 2018 war er in der Arte TV-Show „Stars von morgen“ mit Rolando Villazon zu sehen.

Emmanuel Tjeknavorian wurde 1995 in Wien als Sohn einer Pianistin und eines Dirigenten in eine Musikerfamilie geboren, erhielt ab dem Alter von fünf Jahren Geigenunterricht und trat als Siebenjähriger das erste Mal öffentlich mit Orchester auf. Seit 2011 studiert er bei Gerhard Schulz, ehemals Mitglied des weltberühmten Alban-Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Diverse Auszeichnungen erhielt er von renommierten Festivals, so den Ensemblepreis von den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern, zusammen mit seinem Duopartner am Klavier, Maximilian Kromer, sowie den LOTTO-Förderpreis 2018 vom Rheingau Musik Festival.

Emmanuel Tjeknavorian spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, Cremona.

www.emmanueltjeknavorian.com | Juni 2018

Suren Bagratuni begann sein Studium an der rennomierten Moskauer Musikhochschule, wo er 1986 mit dem Gewinn der Silbermedaillie des Internationalen Tchaikowski Wettbewerbeseine beispiellose Karriere als Solist und Kammermusiker startete. Sowohl mit Konzerten in der ehemaligen Soviet Union, als auch weltweit, genoßSuren Bagratuni viel Aufmerksamkeit und erntete frenetische Ehrungen der Musikkritiker für sein traditionelles und zeitgenössisches Repertoire.

Seine musikalische Ausbildung nahm der in Jerewan/Armenien geborene Suren Bagratuni im Alter von sieben Jahren auf, welche er nach Beendigung seines Studiums in Moskau an der New England Conservatory of Musicin den USA fortsetzte. Der Gewinn zahlreicher Musikwettbewerbe im Alter von nur zehn Jahren verschaffte ihm mit 14 erste Auftritte mit dem Bundes-Radio-Orchester Armeniens, wo er als Solocellist mit Camille Saint-Saens’ Cello Concertozu hören war. Seitdem folgten Engagements mit allen wichtigen Orchestern der ehemaligen Soviet Union wie beispielsweise mit der Moskauer Philharmonie (unter der Leitung des legendärenValery Gergiev), sowie zahlreiche Zusammenarbeiten mit Orchestern Europas, Asiens oder auch Nord- bzw. Südamerikas.

Zu seinen Solokonzerten gehören Auftritte in allen bedeutenden Konzertsälen der Welt, sowie Einladungen zu Gastauftritten mit der Chamber Music Society of Lincoln Center, Newport Music Festival, “Russian Winter” Festival Moscow, El Paso Musica International Festival, Bargemusic, sowie Musikfestivals in Italien, der Schweiz, Deutschland, Kanada, Australien, Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Korea, China und Taiwan.

Suren Bagratuni hat neben seinen vielen Live-Auftritten auch zahlreiche CD-Aufnahmen eingespielt. Dazu gehören preisgekrönte Aufnahmen grosser Musiklabels wie Ongakuund BGR, welche unter anderem Solocello-Werke von Bachsowie Sonaten von Beethoven, Debussy, Rachmaninov, Prokofiev und Shostakovichbeinhalten. Hinzu kommen Zusammenarbeiten mit anderen grossen Labels wie Marco Polo, Russian Disc, Cambriaund CMHals auch Aufnahmen für CBC Radio Canada, WNYC New York, WGBH Boston, NPR, Melodiyaund NHK TV Japan.

Zur Abrundung seines äußerst vielseitigen Schaffens als Solo-Musiker vertritt Suren Bagratuni auch noch die Leitung des von ihm gegründeten Cello Plus Music Festivals, unterrichtet weltweite Meisterklassen und ist Mitglied des rennumierten Trio Nobilis. Als ehemaliger Professor an der New England Conservatoryund der University of Illinoisunterrichtet Suren Bagratuni gegenwärtig als Musik Professor an der Michigan State University College of Music.